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Wo der Wald beginnt ...
   
     Ein Blick in die Geschichte
  Dem Bestreben zur künstlichen Verjüngung von Waldbeständen begegnen wir schon im 14. Jahrhundert, als man begann, Samen aus Zapfen durch Trocknung mittels Sonnenwärme zu gewinnen. Bereits hier liegen die Wurzeln jener Auslesemechanismen, die heute insbesondere für das Inverkehrbringen von forstlichem Saat- und Pflanzengut in den einschlägigen Rechtsvorschriften festgeschrieben und für jedermann verbindlich sind.
Die Notwendigkeit, das Forstsaatgutwesen im Hinblick auf die konsequente Herkunftsicherung des forstlichen Vermehrungsgutes zu erneuern und mit den marktwirtschaftlichen Belangen in Einklang zu bringen, führte zur Umwandlung der ehemaligen Kiefernsamendarre Annaburg zur heutigen Forstsaatgut-Beratungsstelle und Landesdarre Sachsen-Anhalt.

     Ernte- und Bedarfsprognose
        Blüte der Waldbäume
Die FSB ermittelt jährlich im Frühjahr durch Abfragen in den staatlichen Forstämtern und Kirchenwaldgemeinschaften Sachsen-Anhalts den Umfang und die Intensität der Blüte von Waldbäumen in den zugelassenen Beständen und bei regelmäßig zu beerntenden Baumarten. Diese Daten werden unter Verwendung von Ergebnissen aus den anderern Bundesländen sowie überregionalen Arbeitsgruppen zu einer Grobeinschätzung der möglichen Ernteaussichten zusammengefaßt.

 

      Prognose der Forstsaatguternte

 

 

Frost, geringe Bestäubung, Trockenheit oder Insekten können die Ernteaussichten beeinträchtigen. Aus diesem Grund melden die Forstdienststellen des Landes der FSB zum 01.08. jeden Jahres anhand dersichtbaren Fruchtansätze das quantitative Saatgutaufkommen nach den Kategorien Vollmast/Halbmast/Sprengmast.Das wiederum bildet die Grundlage für die Erstellung einer baumarten- und bestandesweisen, nach Herkünften gegliederten Ernteprognose der kommenden Saison.

        Forstsaatgutbedarf
  Die Forstämter, die Landesforstbaumschule, die Forstliche Landesanstalt-Abt. Versuchswesen und alle interessierten privaten Baumschulen und Forstsaatgutbetriebe melden ihren Bedarf nach Art, Menge und Herkünften, soweit er in Regie der FSB aufzubringen ist.

     Forstsaatguternte
  Unter Berücksichtigung des angezeigten Bedarfs und dem zu erwartenden Saatgutaufkommen wählt die FSB im Einvernehmen mit den betreffenden Forstämtern die Erntebestände aus.
Die FSB schließt mit Erntefirmen nach Rücksprache mit den Forstämtern Ernteüberlassungsverträge ab. Darin werden die für den reibunglosen Ernteablauf notwendigen Vereinbarungen getroffen, z.B. über die zu beerntenden Bestände, die Erntefristen und die Art der Entschädigung. Gleichzeitig werden die Planungsgrundlagen für den Einsatz der Zapfenpflücker im Bereich des Landeswaldes erarbeitet.
Für die Ernte in zugelassenen Beständen der Baumarten, die dem Forstsaatgutgesetz unterliegen, stellt die FSB die für die Dokumentation der Herkunft notwendigen Begleidscheine für alle Waldbesitzer aus.
Die Verteilung von in den Landesforsten geerntetem Forstsaatgut ist Aufgabe der FSB. die Abnehmer erhalten Auftragsbestätigungen, die Forstämter in zusammengefaßter Form die entsprechenden Abnehmerlisten.

     Saatgutaufbereitung

 

Diese Tätigkeit der FSB basiert auf einer viele Generationen zurückreichenden Tradition im Darrbetrieb. Schonende Behandlung des eingebrachten Erntegutes, hohe Samenausbeute, Reinheit und Keimfähigkeit sowie sachgerechte Einlagerung und Bestandeshaltung begründen die gewachsene Akzeptanz bei den Einrichtungen und Betrieben ihrer Branche. Im Rahmen der Kontrollbuchpflicht führt die FSB den lückenlosen Nachweis über Herkunft, Ein- und Ausgang UND güte jeder einzelnen Saatgutpartie.

     Vermarktung und Vorratshaltung
  Zu den weiteren Aufgaben der FSB zählen die Vermarktung und die Vorratshaltung von Forstsaatgut. Der Verkauf von Vermehrungsgut schwersamige Laubbaumarten erfolgt i.d.R. direkt ab Wald. Das Erntegut der übrigen Laub- und Nadelbäume nimmt die Landesdarre zur Gewinnung des reinen Samens entgegen. Die FSB trägt dafür Sorge, daß dem Land ein ständig abrufbereiter Bestand an Saatgut der wichtigsten Baum- und Straucharten zur Verfügung steht. Die Preise, die innerbetrieblichen Verrechnungssätze und Nutzungsentgelte aus Erntepachten werden jährlich neu festgelegt.

     Sonstige Aufgaben
        Dienstleistungen für Dritte
Neben dem Darrbetrieb zur Gewinnung von Forstsaatgut für den Verkauf und den Eigenbedarf bietet die FSB Dienstleistungen entsprechend ihrem Tätigkeitsprofil an. Im Vordergrund stehen hier das Lohnklengen, die Lohntrocknung und -lagerung, die Bearbeitung von Schmuckzapfen und die Beratung von Waldbesitzern auf dem Gebiet des Forstsaatgutwesen.

        Erhaltung forstlicher Genressourcen

 

Das FSB wirkt mit an dem Programm zur Erhaltung forstlicher Genressourcen für die Sicherung der Artenvielfalt der heimischen Flora und dem Schutz bedrohter autochthoner Arten. durch Installation und Pflege einer Genbank wird Vermehrungsgut über längere Zeit konserviert und steht bei Bedarf der forstwirtschaftlichen Einrichtung des Landes für Generhaltungsplantagen und -pflanzungen zur Verfügung.

        Überregionale Arbeitsgruppen
  Die FSB wirkt im Gutachterausschuß der Landesforstverwaltung mit bei der Klärung von Fragen des Forstsaatgutwesens. Als Mitglied der Deutschen Kontrollvereinigung für forstliches Saat- und Pflanzgut e.V. (DKV) vertritt sie den Herkunftsgedanken für forstliches Vermehrungsgut und trägt zur förderung von dessen Qualität bei. Ständigen Gedankenaustausch über alle die Gewinnung. Behandlung und Lagerung des Forstsaatgutes betreffenden Belange führt sie in der Arbeitsgruppe der Darrleiter der Bundesrepublik Deutschland.

        Gesetzliche Grundlagen für den Umgang und den
      Vertrieb von forstlichem Vermehrungsgut
 
  • Forstvermehrungsgutgesetz (FoVG) vom 22. Mai 2002
  • Forstvermehrungsgut-Herkunftsgebietsverordnung (FoVHgV)
  • Erste Verordnung zur Änderung der Forstsaatgut-Herkunftsgebietsverordnung
  • Forstvermehrungsgut-Zulassungsverordnung (FoVZV)
  • Forstvermehrungsgut-Durchführungsverordnung (FoVDV14a)
  • Empfehlungen des gemeinsamen Gutachterausschusses
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